Schwarze Füße -Déracinée (DE)

Steckbrief

ProjekttypSchauspiel / Darstellende Kunst
Sprachen🇫🇷 Französisch & 🇩🇪 Deutsch
AutorinPauline Cano
SchauspielerinnenLarissa Hall, dann Katharina Donat und Pauline Cano
FigurJeanne
Mit der Unterstützung vonRené Harder
HospitantinGvantsa Akhvlediani
SpielorteTheater im Ballsaal Bonn, Institut Français Bonn
PremiereKurzfassung: 14. September 2024
Langfassung: 27. Januar 2025
Anzahl der Aufführungen Langfassung: 3
Kurzfassung: 5
DauerLangfassung: 60 Minuten
Kurzfassung: 20 Minuten
Zukünftige Veranstaltungen11. & 12. März 2026 – Institut Français Bonn

Schwarze Füße – Déracinée erwacht zu neuem Leben: Wir verwandeln das Stück in eine kühne Neuentwicklung. Ein Laboratorium der Sprachen, Erinnerungen und Emotionen: Das ist Schwarze Füße – Déracinée II, unterstützt vom Kulturamt der Stadt Bonn.

Sie möchten uns ebenfalls unterstützen? Das ist möglich mit viele-schaffen-mehr, betrieben von der Volksbank Köln Bonn! Für jede Spende von 5 € legt die Volksbank weitere 10 € oben drauf!

Als Dankeschön gibt es verschiedene Gegenleistungen – je nach Spendenhöhe, zum Beispiel Freikarten, signierte Plakate oder einzigartige Kunstwerke.

Beschreibung

Jeanne ist auf der Suche nach ihrer Identität. Sie versucht, die Vergangenheit ihrer Familie zu rekonstruieren, um besser zu verstehen, wer sie ist. Doch ihr Gewissen lässt ihr keine Ruhe. Es erinnert sie ständig daran, dass der Schmerz, den sie empfinden mag – trotz des Privilegs, in Europa zu leben, auf eigenem Boden, im eigenen Land – nicht vergleichbar ist mit dem Leid, das ihre Ururgroßmutter vor über hundert Jahren ertragen musste. Die Frage bleibt: Wie geht man mit solchen Gefühlen um?

Das Exil wird zu ihrem Anker, ihrer Forschung, ihrer Obsession – bis sie schließlich erkennt, dass genau das, das Exil, ihre Familie seit fünf Generationen verbindet.

Jeanne und ihr Gewissen sprechen nicht dieselbe Sprache: Jeanne drückt sich auf Französisch aus, ihr Gewissen antwortet auf Deutsch. Dieser sprachliche Kontrast ist eine bewusste künstlerische Entscheidung und verdeutlicht den inneren Konflikt der Figur.

Dieses Stück vereint Poesie und rohe Emotion, Freude und Schmerz, Zärtlichkeit und Brutalität. Es erzählt die Geschichte zweier Frauen, durch Blut verbunden, gefangen in einem intensiven und oft chaotischen Dialog.

Foto : Lucia Jacobs

Entstehung und Hintergrund des Projekts


Schwarze Füße – Déracinée entstand im Jahr 2024 mit der Unterstützung von René Harder im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Körber Stiftung für die Tage des Exils in Bonn. Die erste Präsentation fand im September 2024 im Theater im Ballsaal statt, als Teil der Aufführung Heimat in Vielfalt, die sich mit den Themen Identität, Zugehörigkeit und Entwurzelung auseinandersetzte. Eine Wiederaufnahme erfolgte im März 2025 am selben Ort.

Die abendfüllende Fassung wurde im Januar 2025 am Institut français Bonn uraufgeführt. Zwei weitere Vorstellungen fanden dort im Rahmen der Bonner Theaternacht 2025 statt.

Die Rolle des Gewissens wurde zunächst von Larissa Hall gespielt und später von Katharina Donat übernommen.

Dieses Projekt entstand aus einer tiefgreifenden persönlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Identität, Erinnerung und Exil. Jeannes Geschichte spiegelt einen universellen Konflikt wider – den der Zugehörigkeit, des geerbten Schmerzes und des Bedürfnisses, die eigenen Wurzeln zu verstehen. Inspiriert von realen Erfahrungen und historischen Erzählungen, erforscht das Stück, wie die Vergangenheit die Gegenwart prägt und wie Generationen den Schmerz der Entwurzelung auf unterschiedliche Weise weitertragen.

Katharina Donat, © 2025 Benjamin Westhoff

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